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bruesli briefing Road to a11y: Testing, Auditing und Iteration

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Englische Version
An image collage consisting of a black-and white illustration of a turtle drawing on a graphics tablet while simultaneously typing on an old-timely keyboard, in front of big letters spelling a11y in light green on a dark green background.

Um wirklich sicherzugehen, dass eine Website möglichst wenige Barrieren aufweist, sollte sie auf vielfältige Art von einer Vielzahl von Nutzenden getestet werden. 

Wir haben vor einigen Monaten unseren Website-Prozess auf den Kopf gestellt – und in dem Zug auch damit angefangen, ein Test-Setup für digitale Barrierefreiheit aufzubauen. Unser Ziel war, einige Tests selbst durchführen zu können, aber auch informierter in den Austausch mit Menschen gehen zu können, die auf assistive Technologie angewiesen sind.

Iterative Testzyklen statt eines großen Audits

Von der Idee eines großen, singulären Audits sind wir relativ schnell wieder abgekommen – einfach weil iterative Zyklen aus Testing und Bugfixing enorm viel Zeit sparen. Das sieht gerade in etwas so aus, wobei nach jeder Testrunde eine Runde Bugfixing folgt:

  • Definition Scope (Conformance Level, relevante Seiten, interaktive Komponenten und User Flows)
  • Testing mit automatisierten Tools
  • Testing am Desktop mit verschiedenen Screenreader-Browser-Kombis
  • Testing an Mobilgeräten mit verschiedenen Screenreader-Browser-Kombis
  • Testing mit anderen assistiven Technologien
  • User Testing
  • User Feedback (Post-Launch)
a screenshot of a video call with shared screen, the background of the image shows a spreadsheet with the headline conformance test and several indistinct lines with labels in red and green. On the right side is a gallery of four portraits of the participants of the call.

Da ist noch einiges zu tun: Diskussion eines Website-Audits im a11y-jour-fixe

Auf Accessibility und Usability testen

Das Ziel ist, dass möglichst viele Menschen digitale Angebote sinnvoll und komfortabel nutzen können. Wir testen deshalb nicht nur auf WCAG-Erfolgskriterien, sondern auch auf allgemeine Nutzer:innenfreundlichkeit – etwa dass eine zügige Navigation der Seite per Sprach- oder Tastatureingabe möglich ist, oder das Labels und Alt-Texte in der Sprachausgabe vollständig und verständlich sind.

Die Dokumentation der Tests lässt sich anschließend in eine Erklärung zur Barrierefreiheit übersetzen. Darin wird auch festgehalten, welche Anforderungen noch nicht erfüllt werden – und was künftig an Änderungen geplant ist. 

Nach dem Launch dabeibleiben

Die Erklärung zur Barrierefreiheit ist auch ein guter Ort, um Nutzer*innen einzuladen, nach dem (Re-Launch) Feedback zu geben. So lässt sich die Seite kontinuierlich verbessern oder für Nutzungsszenarien optimieren, die noch nicht mitbedacht wurden. Generell sollte die regelmäßige technische Maintenance auch um Barrierefreiheits-Aspekte erweitert werden. Gesetzliche Anforderungen, aber auch assistive Technologien und Schnittstellen zum Browser verändern sich laufend, so dass immer wieder kleine Anpassungen nötig werden können.

Fragen? Anmerkungen? Schreibt uns: info@diebrueder.com